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Martin Schongauer
Colmar - 1491 Colmar
Schüler von:
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Lehrer von: ., .
Maler, Holzschneider,
Kupferstecher
Erste Ausbildung bei seinem Vater zum Goldschmied; nach ausgedehnten Reisen
durch Flandern und Burgund Gründung einer Malerwerkstatt, die schon
bald zu höchstem Ansehen gelangte.
Beeinflusst von der Kunst des oberrheinischen Gebietes und der altniederländischen
Malerei von Rogier van der Weydens,
Hugo van der Goes und Dieric
Bouts schuf Schongauer ein Werk, das ihn als den bedeutendsten
Maler, Zeichner und Kupferstecher in Deutschland vor Albrecht Dürer ausweist.
Die meisten seiner erhaltenen Arbeiten sind nicht genau datierbar, die
Zuordnung des Erhaltenen ist zudem meist nicht klar gesichert, u.a. weil
Dürer sich in seinem graphischen
Frühwerk bis hin zur Imitation an Schongauer anlehnte. Eindeutig
von Schongauer jedoch stammen das - vermutlich beschnittene - Tafelbild
"Maria im Rosenhag" 1473, Martinsmünster Colmar,
ein Flügel des so genannten "Orliac-Altars" aus
der Isenheimer Antoniuskirche sowie "Das Jüngste Gericht"
von 1489 im Breisacher Münster. Darüber hinaus existieren kleine
Andachtstafeln, 50 Zeichnungen sowie Kopien von etwa 50 Schongauer zugeschriebenen
Graphiken. Einige davon - die so genannten Maurenköpfe - legen eine
Spanienreise des Künstlers nahe.
Schongauers eigentliche
Bedeutung liegt auf dem Gebiet des Kupferstiches. Er war einer der Ersten,
der die Möglichkeiten des Mediums auszuschöpfen verstand und
es als eigenständige Kunstform etablierte. 115 mit den Initialen
"MS" signierte Kupferstiche haben sich erhalten. Seine
als Mustervorlagen weit verbeiteten Blätter wirkten nicht nur auf
Dürer stilbildend: Sie gelangten als Kopien bis nach Italien.
Ausgewählte
Kupferstiche
- "Die Peinigung
des heiligen Antonius"
um 1470
- "Die grosse
Kreuztragung"
um 1475
- "Die klugen
und die törichten Jungfrauen"
- zwölfteiliger
Zyklus "Die Passion Christi" um 1477
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